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Teilprojekt 5: Infopoint Europa

Neue Info für junge Menschen: "Raus von zu Haus"

Ausgangssituation

Schlagworte wie Globalisierung und Internationalisierung gehören zum gängigen Vokabular mit dem Zukunftsszenarien beschrieben werden. Mit Einführung der gemeinsamen Währung hat die europäische Zusammenarbeit noch einmal einen Bedeutungszuwachs erfahren. Er betrifft nicht nur die Wirtschaftstätigkeit von Unternehmen, sondern nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen und politischen Lebens. "Interkulturelle Kompetenz" heißt die Schlüsselkompetenz, die für den sozialen Frieden im Zusammenleben der Menschen von stetig steigender Bedeutung ist. Sie wird verstanden als die Kombination aus Wissen, Einstellungen und Fähigkeiten, die bei der Interaktion zwischen Angehörigen unterschiedlicher Kulturen zu einem positiven, konsensfähigen Ergebnis führt. Sie ist nicht länger nur für Auslandsgeschäfte oder anlässlich der Urlaubsreise von Nöten, sondern auch in Unternehmen, genauso aber auch in Kindergärten, in Schulen und sozialen Einrichtungen, denn dort leben und arbeiten alltäglich Menschen unterschiedlichster Nationalitäten oder Herkunftsländer zusammen. Dies gilt insbesondere für die Region Unna, wo der Anteil an AusländerInnen im Jahr 2000 8 % betrug. Die Sicherung eines friedlichen und respektvollen Umgangs der Kulturen untereinander ist nicht mit Appellen zu erreichen. Jenseits der für die Integration angemessenen Rahmenbedingungen (Spracherwerb, Berufsausbildung, etc.) stellt das Zusammenleben neue Anforderungen an die in der Region Unna lebenden Menschen. Alle Bildungsbereiche, von der Vorschulerziehung über die Schule, Ausbildung und Weiterbildung sind aufgefordert hier mitzuwirken, gerade das Bildungspersonal muss entsprechend vorbereitet und qualifiziert werden.

Zielsetzung

Unna, als lernende Region, stellt sich dieser Herausforderung und beabsichtigt im Rahmen des ZIB-Netzwerkes den interkulturellen Austausch und die transnationale Zusammenarbeit zu fördern. Unna kann dabei auf eine lange Tradition in der Integration von Aus- und ÜbersiedlerInnen zurückblicken und an diesen Erfahrungen anschließen.

Ziele sind:

· Erhöhung des Anteils von Auszubildenden, die einen Teil der Ausbildung im europäischen Ausland absolvieren (Austauschprogramme)

Aufgabenstellung

Der Infopoint Europa hält Informationen über europäische Austauschprogramme und Praktikumsplätze für Auszubildende, SchülerInnen und Berufstätige, über transnationale Projekte und Förderungen für Unternehmen und Einrichtungen und über Angebote an interkulturellen und Fremdsprachentrainings bereit. Dabei ist nicht an eine Beratung im Detail gedacht, vielmehr ist der Infopoint erste Anlaufstelle, von der aus zielgerichtet an kompetente AnsprechpartnerInnen in der Region bzw. bundesweit verwiesen und vermittelt wird. Der Infopoint ist zudem für die Durchführung von Informationskampagnen sowie die Unterstützung bestehender Kampagnen für europäische Berufsbildungsprogramme, Austauschprogramme und nachfolgende Aufgaben verantwortlich:

Fremdsprachlicher Zugang zu Bildungsangeboten in regionalen Bildungsdatenbanken:

Unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung in der Region werden Informationen über zielgruppenspezifische Bildungsangebote (z.B. für MigrantInnen) auch in der entsprechenden Muttersprache zugänglich gemacht.

Organisation von Weiterbildung für MitarbeiterInnen an Schulen, in Weiterbildungseinrichtungen und in der Personalentwicklung:

Es werden im Sinne von Train-the-Trainer- und Multiplikatorenschulungen Qualifizierungsmodule angeboten, die u.a die folgenden Themen umfassen: Transnationale Projekte, Europäische Förder- und Austauschprogramme, interkulturelle Kompetenzentwicklung, berufspezifisches Englisch (mit dem der Zugang zur im europäischen Raum gängigen Amtssprache möglich ist)

Vorbereitung von Fachaustauschen :
Dieser spezifische Austausch zwischen BildungspolitikerInnen, Lehrenden und WeiterbildnerInnen, VertreterInnen der Arbeitgeber und Gewerkschaften hat bisher in der Region Unna noch nicht stattgefunden. Lernen heißt hier aber auch, konkret aus den Erfahrungen europäischer Bildungsstrukturen zu lernen, die in interkulturellen Begegnungen, aber vor allem auch im fachlichen Austausch möglich ist.

 

· Förderung internationaler Kompetenzen in Unternehmen (KMU erkennen internationale Kompetenzen - Fremdsprachenkompetenz, interkulturelle Kompetenz, Fachkenntnisse - als wichtige Mitarbeiterressource)

· Förderung der Fremdsprachenkompetenz - beginnend bereits im Grundschulalter und sich über Schule, Ausbildung, Studium, Weiterbildung fortsetzend

· Integration interkultureller Trainings und Fremdsprachenanteile in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung; wenn möglich, Zulassung interkultureller, transnationaler Erfahrungen (Auslandsaufenthalte, Austausche, virtuelle Projekte)

· Transparenz und Überblick über bestehende Förderprogramme, Projekte und Beratungs- bzw. Bildungsangebote in der Region herstellen.

 

Umsetzung

Die Umsetzung erfolgt in verschiedenen Arbeitspaketen:

Vorhandene Aktivitäten in der Region Unna im Bereich europäischer Zusammenarbeit werden ermittelt und inhaltlich / terminlich systematisiert

Das Netzwerk wirbt um weitere PartnerInnen, die sich für die Thematik interessieren oder / und weitere Ressourcen, insbesondere know how einbringen können, um mehr Kompetenzen in das Netzwerk einzubringen und das Projekt auf eine breite Basis zu stellen.

Abstimmung von Einzelzielen

Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Qualität interkultureller Angebote,

Aufstellung eines Jahresaktionsplans

Überprüfung der gesetzten Ziele und der Effektivität

 


Raus von zu Haus: Auslandsaufenthalte und internationale Begegnungen. Überblick über Chancen und Möglichkeiten für junge Menschen, herausgegeben von: Internationaler Jugendaustausch- und Besucherdienst der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB).

Hier gibt's die Präsentation im PDF-Format, ca. 2 MB


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