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Ausgangssituation
In der regionalen arbeitsmarktpolitischen Rahmenkonzeption und der Zielvereinbarung zwischen dem Kreis Unna und dem Land Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2000 unter anderem folgende Ziele der regionalen Arbeitsmarktpolitik festgelegt:
Qualifizierung ist als ständige und vor allem rechtzeitige Notwendigkeit zu verstehen
Es soll flexibler im Bereich der Weiterbildung agiert werden. So sollten die Maßnahmen und Projekte - sofern möglich - kürzer gestaltet werden, praxisnäher ausgerichtet und die Inhalte sich eng an den Bedürfnissen der Unternehmen und Qualifizierungsvoraussetzungen der Personen ausrichten.
Als Verbesserungsbedarf wurde unter anderem festgestellt, dass Qualifizierungs- und Modernisierungsbedarfe von kleinen und mittleren Unternehmen recherchiert und konzeptionell aufgearbeitet werden sollen. Auch sollten Kooperationsbeziehungen zwischen KMU und Qualifizierungsanbietern weiter ausgebaut und intensiviert werden, um eine hohe Betriebsnähe zu gewährleisten.
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Aufgabenstellung
UnnAgitare (agitare, lat: Handel treiben und handeln im Sinne von "tun") ist ein Pilotprojekt mit Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Robotertechnologie, Gesundheitswesen, Informations- und Kommunikationstechnologie.
Für diese Unternehmen sollen branchenspezifisch, sowohl vorhandene, neu kombinierte als auch neue Angebote (bereichsübergreifend von mehreren NetzwerkpartnerInnen) gemeinsam mit den Unternehmen (KMU) erarbeitet und gebündelt, in den Unternehmen (Management und Belegschaften) vorgestellt und arbeitsplatznah umgesetzt werden. Dabei sollen neue Lernformen, Lernorte und Lerninhalte erprobt werden. Die branchenspezifischen Angebote beziehen sich sowohl auf klassische berufsspezifische Fertigkeiten, die u.a. in Form von web-gestützen Modulen und Präsenzveranstaltungen vermittelt werden sollen, aber auch auf die Förderung von Schlüsselkompetenzen wie Kooperation, Kommunikation, Kreativität u.ä.. Deshalb sollen in diesem Projekt miteinander verbundene kulturelle Bildungsinhalte, Angebote zur Gesunderhaltung (Ergonomie, Stressbewältigung, Psychohygiene) und Angebote zu Strategien des Kenntnis- und Wissenserwerbs angeboten werden. Dabei werden Formen des selbstgesteuerten, arbeitsplatznahen Lernens, der Lernberatung und -unterstützung mit Sozial- und Organisationsformen des Lernens verbunden, die den spezifischen Bedingungen Berufstätiger gerecht werden. Sie sollen ihnen nicht nur eine Teilnahme überhaupt ermöglichen, sondern auch die Lerngewohnheiten Erwachsener aufnehmen und gezielt fördern. Ergebnisse aus dem Pilotprojekt werden dokumentiert und an alle relevanten Akteure und Gremien der Region, wissenschaftliche Einrichtungen, andere Bildungseinrichtungen im Land oder Bund weitergegeben.
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Zielsetzung
Ziel ist die Förderung und Unterstützung von Kooperationsformen zwischen unterschiedlichen Akteuren in den Bereichen der kulturellen, beruflichen und politischen Bildung in der Region. In Abstimmung mit der Regionalförderung der EU, des Bundes und des Landes und den Zielen regionaler Arbeitsmarktpolitik sollen Kooperationen initiiert werden und vorhandene Angebote, Projekte und Zielvorstellungen transparent gemacht und zwischen den Akteuren abgestimmt werden. Zielgruppen sind hier insbesondere Management und Belegschaften in Betrieben der Branchen Logistik, Robotertechnologie, Gesundheitswesen, Informations- und Kommunikationstechnologie.
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Umsetzung
Die Umsetzung des Projekts erfolgt in folgenden Arbeitspaketen:
Partnerwerbung und Bedarfsermittlung bei KMU der Region
Sammlung und Zuordnung vorhandener Bildungsangebote der Anbieter
Erarbeitung komplementärer - bereichsintegrierender - Konzepte
Modularisierung und Entwicklung ziel- und zielgruppenadäquater Lernformen
Umsetzung in den Unternehmen
Evaluation
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