Im Jahr 2002 plant die Stadt
Unna mit dem Bau eines „Zentrums für Information und
Bildung“ auf dem ehemaligen Gelände der Lindenbrauerei.
Unter einem neuen Dach sollen dann verschiedene Kultur
und Bildungseinrichtungen, wie die Volkshochschule, die
Stadtbibliothek, das Stadtarchiv der Stadt und der Kulturbereich
mit einer neuen inhaltlichen und damit zukunftsweisenden
Konzeption wirken.
Das Gelände der Industriebrache beherbergt schon seit
mehreren Jahren verschiedene Bildungs- und Soziokultur-
und Gesundheitseinrichtungen. Mit dem „Zentrum für Internationale
Lichtkunst“ ist die ehemalige Brauerei auch Ankerpunkt
der „Route Industriekultur“ im Ruhrgebiet.
Das Projekt ZIB-Netzwerk knüpft an die Diskussion um die
inhaltliche Neuausrichtung der vier Kerneinrichtungen
des neuen Zentrums für Information und Bildung an.
Das ZIB-Netzwerk, bestehend aus VertreterInnen der Öffentlichen
Verwaltung, der Wirtschaft, der Gewerkschaften, privater
und öffentlicher Bildungsträger, Kultur- und Soziokultureinrichtungen,
der Wissenschaft und Initiativgruppen, verfolgt dabei
die Zielsetzung anhand von konkreten Projekten,
modellhaft eine neue Lernkultur für die Region Unna
zu entwickeln und einzuüben.
Insbesondere geht es darum, Lernen stärker in den konkreten
Lebensbezug einzubetten, bisher ausgegrenzte Personengruppen
in die Bildungsstruktur einzu-beziehen und Benachteiligungen
abzubauen. |
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Über Pilotprojekte sollen
nutzerorientierte Lerninhalte erarbeitet werden,
neue Lernorte gefunden und genutzt und neue
Lernformen erprobt werden.
Durch den Aufbau einer systematisierten Kooperation
von BildungsanbieterInnen und BildungsnutzerInnen wird
eine erhöhte Transparenz und Flexibilität vorhandener
Bildungsstrukturen und –angebote angestrebt.
Die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Bildungsbereichen
soll gesteigert werden. Die Beteiligung am Programm „Lernende
Regionen“ wird von den NetzwerkpartnerInnen als Basis
für die Entwicklung einer neuen Lernkultur in Unna verstanden.
Aus einem Leitbild Lernkultur können strategische
Ziele abgeleitet und adäquate Strukturen weiterentwickelt
werden. Sie ermöglichen völlig neue Prozesse, die zusammengenommen
letztlich eine neue Lernkultur ausmachen. Erneuerung /
Innovation und die sie begründenden Kompetenzen zeigen
sich nicht nur in neuen (Bildungs-) Produkten, sondern
auch in den Strukturen und Prozessen die zu ihrer Entwicklung
führen – eine „Erneuerung an Haupt und Gliedern“, die
wiederum innovative Produkte hervorbringt.
Diesen „dynamischen Kreislauf der Innovation“ in
Gang zu setzen ist Aufgabe des Projektes - ihn zu verstetigen
und nachhaltig zu sichern, ist Aufgabe des Netzwerkes.
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